Mhaádeii: Selbstverwirklichung im Alltag

Die meisten Menschen haben idealisierte Vorstellungen davon, was es heißt, vom Ego befreit zu sein, oder was Selbstverwirklichung im Alltag bedeutet. Sie bewundern Heilige, wenn sie tot sind, und schließen die Heiligkeit im Lebensalltag aus. Es ist verhältnismäßig einfach, in einem Kloster oder Ashram innerhalb der Stille im Außen mit einem geregeltem Tagesablauf und ohne Verantwortung für sein Alltagsleben die Selbstverwirklichung zu erreichen. Das zeigen uns zum Beispiel die vielen bekannten und unbekannten Heiligen, die aus dem katholischen Glauben im klösterlichen Schutz der Kirche hervorgegangen sind. Ebenso gibt es unzählige buddhistische oder hinduistische Heilige, die in ihren geschützten Ashrams ihre Schüler zur Befreiung vom Ego geführt haben. Diese Wege haben seit Jahrtausenden immer wieder einen Menschen zum Frieden geführt. Die meisten Menschen, die auf diese Weise ihren Frieden in sich gefunden haben, haben sich aus dem Alltagsleben herausgezogen und leben außerhalb der Welt. Die wenigsten von ihnen dienen mit ihrem Wissen weiter in der Welt. Das ist für den Weltfrieden keine gute Aussicht, wenn dies weitergeführt wird. Der Mhaádeii-Weg ist der Diamant-Weg, den ich durch die Gnade der Allmutter öffnen durfte und den ich vorangegangen bin. Er ist der einzige Weg zur vollkommenen Befreiung, ohne der äußeren Welt zu entfliehen. Das Ziel des Weges ist es,  in der Welt zu leben und sich dabei nicht von der Welt verhaften zu lassen. Es liegt in diesem Weg nicht das Streben, sich durch besondere Kleidung, besonderes Verhalten, durch eine besondere Lebensweise oder Fähigkeit und geheimes Wissen von anderen Menschen abzuheben, sich von Gruppen auszugrenzen oder sich sogar über die anderen Menschen zu stellen. Es ist ein selbst bestimmter freier Weg, der jede Religion und jede Religionsgemeinschaft überflüssig machen wird. Diese Rückverbindung zum Selbst benötigt keine äußeren Regeln, keine äußeren Rituale und keine äußeren Institutionen.

Mhaádeii AmaMia

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Mhaádeii: Über das Streiten

Menschen die miteinander streiten, akzeptieren ihre miteinander erlebte Wirklichkeit nicht und suchen nach Wegen, diese Wirklichkeit so zu verändern, dass sie mit ihren Vorstellungen übereinstimmt. Das bedeutet, der Kampf entsteht in ihnen durch ihre Gedankenmuster, die mit der Wirklichkeit negativ korrespondieren. Es wäre der einfachste Weg für die Menschen, zum Frieden zu kommen, wenn sich ihre Gedankenmuster einfach der Wirklichkeit anpassen. Das erfordert aber ein hohes Bewusstsein und viel Übung und Zeit, damit sich daraus die entsprechende Bewusstheit entwickelt, die jede Wirklichkeit unmittelbar ohne Widerstand akzeptieren kann.

Der erste Schritt für jemanden, der diese Bewusstheit noch nicht verwirklicht hat, ist die Bereitschaft zur Akzeptanz der Meinung des anderen. Versuche die Welt mit den Augen des anderen zu sehen und du wirst erkennen, dass er nicht gegen dich kämpft, sondern er kämpft gegen die Umstände und macht dich gerade für diese Umstände verantwortlich. Wenn du ihm und seiner Meinung eine generelle Akzeptanz entgegenbringst, dann ist auch er zur Akzeptanz deiner Meinung beeit und es wäre die Basis zur Versöhnung geschaffen.

Jede Auseinandersetzung, jeder Konflikt ist in Wirklichkeit ein Schattenboxen mit sich selbst. Es gibt nur eine Lösung dafür, wenn diese innerliche Konfrontation auftritt, nämlich zuerst innezuhalten und Luft zu holen, die Augen zu schließen, um nah innen zu schauen, mehrmals tief ein- und auszuatmen und dann aus der Situation herauszugehen, um die Situation neu von außen zu betrachten. Die enigsten Menschen haben dann noch den Wunsch, bewusst wieder in den Konflikt hineinzugehen und den Streit weiterzuführen. Die meisten Menschen erkennen aus dieser Distanz die Ursache in sich selbst und es ergeben sich Lösungen, die beide Parteien zufrieden machen können.

Die Elementewoche im ELPH-INSTITUT ars vivendi – Ein Einblick

Die Elementewoche besteht aus einem Aufenthalt im ELPH-Institut, bei dem die Elemente Körper, Seele, Geist und Psyche ein Stück weit zurück in ihre natürliche Harmonie gebracht werden kann, als Voraussetzung für ein zufriedenes Leben. Sie richtet sich an Menschen, die innehalten, sich regenerieren und persönlich weiterentwickeln möchten.

Voraussetzung für die Anmeldung ist eine ELPH-Persönlichkeitsanalyse. Sie beschreibt den unveränderlichen Kern der Persönlichkeit entlang der Elemente und wird im Verlauf des Aufenthalts immer wieder herangezogen, um die eigene Persönlichkeit besser erkennen zu können.

Ein professionelles Team führt durch die Woche und steht den Teilnehmern in allen Belangen zur Seite.

Die Räumlichkeiten, in denen die Elementewoche stattfindet sind nicht nur stilvoll eingerichtet, sondern sie sind auch erfüllt von einer Energie der Reinheit, der Klarheit und des Friedens. Diese Energie lädt ein zur inneren Einkehr und ist von essenzieller Bedeutung für die Regeneration und den Erkenntnisprozess eines jeden Teilnehmers. Die Ordnung die man dort vorfindet und die auch gehalten werden soll, lässt die Teilnehmer praktisch erfahren, wie wichtig diese für die Reinhaltung der Psyche im Alltag ist.

Man kann alleine, mit dem Partner / der Partnerin oder der ganzen Familie kommen, um innezuhalten, um durchzuatmen und die eigenen Lebenszusammenhänge auf neue Art zu erkennen und besser zu verstehen. Die Elementewoche dient dem persönlichen Wachstum, der Inspiration und der Regeneration auf allen Ebenen.

Der Aufenthalt findet in Gruppen von max. 8 Personen statt, mit denen man auch auf einer Etage in Form einer Wohngemeinschaft zusammenlebt. Da die Wohngemeinschaften sich untereinander organisieren und zusammen arbeiten müssen, hat diese Form des sozialen Lebens an sich bereits einen Coaching Effekt und bringt die eigenen sozialen Persönlichkeitsmuster zum Vorschein, die dann unter Führung des Teams oder auch unter vier Augen thematisiert werden können.

Jeder Wochentag ist einem der Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Leben gewidmet und dient dazu in diesem Bereich in die Tiefe zu gehen und sich selbst besser kennenzulernen. So wird im Laufe der Woche mehr Bewusstsein geschaffen für den eigenen Körper, die Seele, den Geist, die Psyche und dafür, wie sich die Harmonie zwischen den Elementen auf das subjektive Wohlbefinden auswirken.

Vorträge in Kleingruppen liefern wertvolle neue Informationen, die wiederum in Beziehung zur eigenen Persönlichkeitsanalyse gesetzt werden, wodurch ein tieferes Erkennen der eigenen Persönlichkeitsmuster stattfinden kann. Der anschließende Erfahrungsaustausch in der Gruppe zeigt auf inspirierende Weise neue Wege auf, mit den eigenen Lebensumständen, der alltäglichen Lebensführung und sich selbst auf konstruktive Weise umzugehen. Fragen wie „wie pflege ich meine Seele im Alltag“ oder „wie kann ich meinen Alltag gestalten, damit mein Geist zur Ruhe kommen kann“ finden hier Raum.

Einzel- und Gruppenübungen vertiefen und verankern das neu erworbene Wissen durch praktische, persönliche Erfahrungen, so dass es nicht nur graue Theorie bleibt.

Die Möglichkeit am Morgen und am Abend in Stille zu meditieren erlaubt zu entspannen und in einen Zustand tieferen Friedens zu kommen, aus dem heraus die besprochenen Themen noch einmal auf einer weniger mentalen Ebene begriffen werden können.

Tägliche Mediation und Körperübungen lassen einen zur Ruhe kommen, zu sich kommen und erlauben die gemachten Erfahrungen des Tages in der Tiefe zu verarbeiten. Tägliche Körperübungen am Morgen zeigen ganz praktisch wie gut es dem Körper tut ihn auf diese Weise zu bewegen.

Während des ganzen Aufenthalts wird durch die Energie, die an diesem Ort herrscht und durch die klare und reine Lebensführung die Psyche gereinigt, wodurch Leichtigkeit, Klarheit und Frieden entstehen, so dass die Teilnehmer am Ende der Woche gestärkt und mit neuem Schwung zurück in ihr Leben entlassen werden können, wo Sie Stück für Stück das Gelernte übend in Ihre alltägliche Lebensführung integrieren können.

ELPH – EIN NEUES DENKEN FÜR EINE NEUE ZEIT

Der folgende Beitrag wurde von einem ELPH-Therapeuten verfasst.

Schaut man sich heute die Nachrichten im Fernsehen an sieht man auf globaler Ebene viele Probleme. Sei es eine fast nicht mehr zu überblickende Anzahl internationaler Krisenherde, teilweise mit Ausbruch von Gewalt, seien es die schwelenden Wirtschafts- und Währungskrisen weltweit oder sei es die globale Ausbeutung der Ressourcen unseres Planeten und dessen Vermüllung. Wenn wir uns die Fakten anschauen, haben wir diesen Problemen bisher mehr oder weniger ohnmächtig gegenüber gestanden. Selbst internationale Lösungsversuche haben keine nachhaltige Wirkung gezeigt. Kaum ein Punkt von der im Jahr 2000 von der UN verabschiedeten Milleniums-Entwicklungsziele, die bis 2015 umgesetzt werden sollten, konnte auch nur annähernd erfüllt werden, einige haben sich seitdem sogar noch weiterhin verschlechtert. So hat z.B. die weltweite Armut in den letzten 15 Jahren eher noch zu- als abgenommen und auch die ökologische Nachhaltigkeit hat sich, wenn überhaupt nur marginal verbessert.

Woran liegt es also, dass selbst ernst gemeinte, internationale Bemühungen nicht fruchten wollen?

Die Antwort liegt in jedem Einzelnen von uns. Denn jeder Einzelne von uns erschafft durch seine innere Welt, seine eigenen äußeren Lebensumstände. Sie sind quasi ein Spiegel seiner Persönlichkeit. Und da das jeder tut, erschaffen wir alle zusammen unsere globalen äußeren Lebensumstände selbst. Sie sind ein Spiegel unserer gemeinsamen, kollektiven inneren Wirklichkeit. So wie es in uns Menschen als Ganzes innerlich ausschaut, so sieht es auch auf dem Planeten aus. Und so kann im Umkehrschluss die Parallele zwischen dem globalen äußeren und dem individuellen inneren Geschehen gezogen werden.

Sehen wir uns z.B. einen internationalen Krisenherd mit drohendem Gewaltausbruch an. Kennen den nicht die meisten von uns nicht aus dem eigenen Leben? Wir kämpfen doch selbst immer mal wieder für unsere vermeintlichen Rechte, wollen die eigene Position stärken und uns bei Anderen mit unserer Meinung und unserem Glauben durchsetzen. Wodurch es schon einmal zu Konflikten mit unserem Gegenüber kommen kann oder einfach auch nur zu Konflikten in uns selbst, nicht selten einhergehend mit ohnmächtiger Wut. Die meisten von uns wissen diese Wut zwar zu beherrschen, doch ist es im Kern dennoch nicht eigentlich das Gleiche, wie das, was wir auf der internationalen, weltpolitischen Bühne beobachten können?

Das gleiche gilt für die Ausbeutung der physischen Ressourcen unseres wunderschönen Planeten. Es spiegelt uns, wie jeder Einzelne mit sich selbst umgeht, mit seinen individuellen physischen Ressourcen, sprich mit seinem Körper. Wie behandeln Sie Ihren Körper. Wird er stets gepflegt und gehegt, z.B. durch gesunde Ernährung und durch ausreichend viel Schlaf? Wird er wertgeschätzt für seine Dienste tagein und tagaus und für seine Regenerationsfähigkeit? Oder wird er vielmehr ausgebeutet, um die eigenen Ziele zu erreichen?

Sie merken schon, das Prinzip ist simpel. Wenn wir im Außen ein Problem sehen brauchen wir nichts anderes tun als die Perspektive nach innen zu wechseln und uns selbst zu fragen „Wo trage ich das in mir?“

Die Voraussetzung dafür ist jedoch die Bereitschaft Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, d.h. anzunehmen, dass die Lebensumstände selbst geschaffen sind und man kein Opfer ist. Und genau das ist es, was im ersten Moment unbequem erscheint. Der eigenen Wahrheit ins Auge zu sehen lässt so manch einen noch vor dieser Möglichkeit zurückschrecken. Betrachten wir für einen Moment die Welt in der wir leben und die Entwicklung der letzten Jahre. Drängt sich dann nicht die Frage auf, ob es vielleicht das kleinere Übel ist, sich der eigenen Wahrheit zu stellen als den bisher eingeschlagenen Weg so weiterzugehen?

Doch verstehen Sie mich nicht falsch, dies ist kein Plädoyer für einen altruistischen Einsatz des Einzelnen für das große Ganze. Im Gegenteil tut das jeder nur für sich selbst und seinen ganz eigenen Seelenfrieden. Denn eins ist sicher, betrachtet man sich das Ausmaß der weltweiten Schwierigkeiten, kann man davon ausgehen, dass die meisten Menschen entsprechende Persönlichkeitsmuster in sich tragen, unter denen sie ganz gewiss leiden.

Fangen wir also an uns nach innen zu wenden, schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir finden als Individuum Frieden und tun damit gleichzeitig das Beste, für das Ganze. Je mehr Menschen das verstehen, desto besser sind unsere Chancen. Genau genommen ist das die einzige Pflicht, die wir im Leben haben.

Diesen Prozess unterstützt das Easy Life Program for Harmony (ELPH) mit seinem ganzheitlichen Persönlichkeitscoaching. Wer also einen wirklich nachhaltigen Beitrag für diese Welt leisten möchte in sich den Wunsch erkennt, etwas für seine eigene Persönlichkeitsentwicklung zu tun, der findet bei der Mhaádeii – Lebensschule einen leichten und doch wirkungsvollen Weg, sich ganzheitlich von seinen Altlasten zu befreien und zu einem friedlichen und selbstbestimmten Leben zu finden. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mhaadeii.net

 

Mhaádeii: Über das Verständnis von Engeln und Dämonen in uns

Die Vorstellung der meisten Menschen von Engeln und Dämonen ist ähnlich idealisiert wie ihre Vorstellungen von Leben und Tod. Die Engel sind gut und die Dämonen sind schlecht. Beide sind weder gut noch schlecht, sie haben Aufgaben zu erfüllen, die von den Menschen jeweils entweder als angenehm oder als unangenehm empfunden werden, je nachdem wo der Mensch in seiner Entwicklung gerade steht. Auf jeden Fall gehört die Integration der inneren Dämonen genauso zu der Rückverbindung zum Höchsten Selbst wie die Integration der inneren Engel. Beide, sowohl die Engel als auch die Dämonen, sind nichts anderes als Boten, die vom Höchsten Selbst eingesetzt werden, um das niedere Selbst zu informieren, dass der natürliche Weg über die Herzinstanz blockiert ist.

Diese “göttlichen” Boten stellen sich die Menschen gerne als Lichtwesen vom Himmel oder als Schattenwesen aus der Hölle vor. Einfach weil Menschen gern alles genau verstehen wollen und alles, was sie nicht verstehen, gern ablehnen. Oder sie idealisieren, was sie glauben zu verstehen. Auf jeden Fall hatten die Engel zuerst ein besseres Image als die Dämonen und deshalb hat sich um sie zuerst ein Kult entwickelt. Da aber das Kollektivbewusstsein den natürlichen Trieb hat, das Gleichgewicht wieder herzustellen, entwickelte sich dann auch ein Kult um die Dämonen als Gegengewicht.

Aus meiner Sicht ist beides so dumm, wie es sinnlos ist. Der Engelkult ist so sinnvoll wie die ausschließliche Verehrung der menschlichen Ohren und der Dämonenkult ist so sinnlos wie ausschließliche Verehrung der menschlichen Augen.

Die “Engel” werden als mentale Botensignale der menschlichen Ohren über die Nervenstränge und das Lymphsystem vom Höchsten Selbst geleitet, wenn ein Mensch beginnt, unter seinen mentalen Strukturen so stark zu leiden, dass er selbstzerstörerische Handlungen begeht. Die typische physischen selbstzerstörenden Handlungen sind das Einsetzen von physischen Substanzen wie Alkohol, Medikamenten und anderen Drogen. Wenn dies geschieht, vermittelt der “Engel” Schuldgefühle und Anweisungen zur Verhaltenskorrektur, er spricht innerlich zum Menschen. er ermahnt den Menschen zur Einsicht und Umkehr seines Weges.

Die Dämonen werden als emotionale Botenstoffe über die Augen vom Höchsten Selbst über das endokrine System durch den Blutkreislauf eingesetzt, wenn ein Mensch beginnt, unter seinen emotionalen Begierden so zu leiden, das er selbstzerstörende Handlungen begeht. Die typischen emotionalen Handlungen sind sexuelle Zwangshandlungen sowie Ess- und Magersucht. Wenn dies geschieht, vermittelt der “Dämon” Scham und Anweisungen zur Verhaltenskottektur. Er kontaktiert das menschliche Bewusstsein durch innere Bilder, die ihn von weiteren selbstzerstörerischen Handlungen abhalten sollen.

Mehr erfahren: Buch “Ginada” von Mhaádeii

Unseren Charakter werden wir nicht los!

Der Grundcharakter eines Menschen bleibt als seine Kernprogrammierung lebenslang erhalten, er ändert sich weder durch Erleuchtung noch durch Selbstverwirklichung oder durch die Vollendung zum Lichtkörper. Dies ist für einen Menschen, der sich selbstverwirklicht hat, auch gar nicht notwendig, weil dieser Mensch weiß und akzeptiert hat, dass er in der Dualität lebt und er weder das eine noch das andere ablehnt oder idealisiert. Er weiß, dass es weder gute noch schlechte Eigenschaften gibt. Alle Eigenschaften dienen dem gleichen Zweck, und zwar den Menschen wieder in sein Gleichgewicht von Frieden zu bringen. Kein Mensch, ob verhaftet oder erleuchtet, leidet wirklich unter seinem Charakter. Nein, sondern er leidet unter der Resonanz darauf, ob die anderen Menschen seinen Charakter mögen oder ihn ablehnen. Die Erlösung, das heißt die Erleuchtung liegt nicht in der Veränderung des menschlichen Charakters. Sie liegt in der Erlösung des Wunsches, irgendetwas Besonderes zu sein.

Der Mensch leidet unter seiner mangelnden Perfektion, er erträgt seinen Charakter dann nicht, wenn seine Welt nicht seinem Ideal entspricht. Jeder Mensch wird in eine Welt geboren, die für ihn die beste Lebensschule sein wird. Sein Leid entsteht erst durch die Diskrepanz der individuellen mentalen Vorstellungen von der erlebten Wirklichkeit. Ein erleuchteter Geist kann sich ohne Widerstände jeder erlebten Wirklichkeit anpassen und das Leid ist aufgehoben, weil der Emotionalkörper Wohlbefinden zurückmeldet, wodurch der Geist seine Vorstellungen anpasst und in Frieden geht. So einfach ist das!
Mhaádeii AmaMia

Erwartungen und Selbstverwirklichung

Aus Mhaádeiis Buch “Ginada” SS.154-156

Welche Erwartungen haben die Menschen, die zu mir kommen, und kann ich diese Erwartungen erfüllen? Alle Menschen, die zu mir kommen, haben Erwartungen oder wenigstens gewisse Vorstellungen. Das ist sogar gut so, je konkreter und höher die Erwartungen, um so schneller die Enttäuschung. Genau das ist meine Aufgabe, die Illusionen und Lügen aufzudecken und die Menschen von diesen Täuschungen zu befreien. Erst wenn die Selbsttäuschungen und die Selbstlüge offenbar sind, ist das Herz groß genug, um die Liebe darin zu bewahren und sie zu teilen. […] Die meisten Menschen haben idealisierte Vorstellungen davon, was es heißt, vom Ego befreit zu sein, oder was Selbstverwirklichung im Alltag bedeutet. Sie bewundern Heilige, wenn sie tot sind, und schließen die Heiligkeit im Lebensalltag aus. Es ist verhältnismäßig einfach, in einem Kloster oder Ashram innerhalb der Stille im Außen mit einem geregelten Tagesablauf und ohne Verantwortung für sein Alltagsleben die Selbstverwirklichung zu erreichen. Das zeigen uns zum Beispiel die vielen bekannten und unbekannten Heiligen, die aus dem katholischen Glauben im klösterlichem Schutz der Kirche hervorgegangen sind. Ebenso gibt es unzählige buddhistische oder hinduistische Heilige, die in ihren geschützten Ashrams ihre Schüler zur Befreiung vom Ego geführt haben. Diese Wege haben seit Jahrtausenden immer wieder Menschen zum Frieden geführt. Die meisten Menschen, die auf diese Weise ihren Frieden in sich gefunden haben, haben sich aus dem Alltagsleben herausgezogen und leben außerhalb der Welt. Die wenigsten von ihnen dienen mit ihrem Wissen weiter in der Welt. Das ist für den Weltfrieden keine gute Aussicht, wenn dies weitergeführt wird. Der Mhaádeii-weg ist der Diamant-Weg. Er ist der einzige Weg zur vollkommenen Befreiung, ohne der äußeren Welt zu entfliehen. Das Ziel des Weges ist es, in der Welt zu leben und sich dabei nicht von der Welt verhaften zu lassen. Es liegt in diesem weg nicht das Streben, sich durch besondere Kleidung, besonderes Verhalten, durch eine besondere Lebensweise oder Fähigkeiten und geheimes Wissen von anderen Menschen abzuheben, sich von Gruppen auszugrenzen oder sich sogar über die anderen Menschen zu stellen. Es ist ein selbstbestimmter freier Weg, der jede Religion und jede Religionsgemeinschaft überflüssig machen wird. Diese Rückverbindung zum Selbst benötigt keine äußeren Regeln, keine äußeren Rituale und keine äußeren Institutionen.